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Robo-Advisors – Wird unser Vermögen demnächst von Robotern verwaltet?

Robo-Advisors
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Immer wieder geraten die Fondsmanager in das Kreuzfeuer der Kritik. Sie seien zu teuer und die verwalteten Portfolios würden schlechter als die wichtigsten Indizes abschneiden. Genau deshalb suchen immer mehr Anleger nach Alternativen – eine neue Option, die kurz vor dem Durchbruch steht, könnte tatsächlich für eine Revolution sorgen.

Die Rede ist von Robo-Advisors, also vollautomatisierten Geldverwaltern, die die Fondsmanager ersetzen könnten. Doch wie sicher sind die „Roboter“, die das Geld der Anleger verwalten sollen?

Robo-Advisors – In den kommenden Jahren sind extreme Zuwachsraten möglich

Es sind vor allem die Newcomer in den Vermögensverwaltungen, die sich auf gewaltige Zuwachsraten freuen dürfen. „Ich gehe davon aus, dass die Wachstumsraten in die Höhe schnellen werden. 2020 wäre es sehr wohl möglich, dass die betreuten Vermögenswerte zwischen 20 und 30 Milliarden Euro liegen“, so Matthias Hübner von „Oliver Wyman“.

Dabei handle es sich nur um Deutschland. Weltweit könnten die Vermögenswerte auf 500 Milliarden US Dollar klettern. Die Verwalter? Robo-Advisors. Auch wenn das Geschäft noch in den kleineren Kinderschuhen steckt, so gibt es in Deutschland schon um die 40 Firmen, die bereits im „Robo Advice“-Bereich tätig sind.

Sie verwalten – so die ersten Schätzungen – rund 100 Millionen Euro. Die letzten Monate haben aber gezeigt, dass es immer mehr Unternehmen werden, die sich mit den vollautomatisierten Geldverwaltern beschäftigt.

Zu den bekanntesten Firmen gehören „Ginmon“, „Fintego“, „Easyfolio“ oder auch „Vaamo“. „Quirion“ darf ebenfalls nicht vergessen werden – es handelt sich hier nämlich um den digitalen Ableger der „Quirin Bank“. Auch hier setzt man auf Robo-Advisors.

Vorwiegend fließt das Geld in ETFs

Entscheidet sich der Anleger für einen Robo-Advisor, so müssen zu Beginn ein paar Fragen beantwortet werden. So geht es vorwiegend um das Alter des Anlegers, die Anlagesumme, die Risikoneigung und auch um den gewünschten Anlagezeitraum.

In der Regel präsentieren die Roboter standardisierte Anlagestrategien. Das Geld fließt vorwiegend in passiv gehandelte Fonds – also in ETFs. Das heißt, dass das Geld in zahlreiche Wertpapiere investiert wird. ETFs sind – so die Experten – recht sicher und versprechen zudem auch attraktive Gewinne.

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Nicht nur erfahrene Anleger nutzen den neuen Dienst

Noch gehen die Finanzexperten davon aus, dass sich vorwiegend erfahrene Anleger mit den Robotern befassen werden. Vor allem geht es darum, dass der Anleger für sich selbst einschätzen muss, wie hoch seine Risikobereitschaft tatsächlich ist.

In vielen Fällen sind es die jungen Anleger, die noch unsicher sind und sich eine persönliche Beratung wünschen. Jedoch haben die letzten Monate deutlich gezeigt, dass sich immer mehr Anleger für die neuen Dienste interessieren.

„Es sind auch junge und technikaffine Anleger, die sich durchaus begeistern lassen. Auch erfahrene Anleger nutzen diese Möglichkeit. Wir waren selbst überrascht, dass immer mehr Anleger, quer verteilt durch die Vermögens- und Alterspyramide, die neue Möglichkeit nutzen wollen“, so Hübner.

Geringe Kosten werden vor allem die Banken in Bedrängnis bringen

Auch in diesem Bereich wird sich die Technik schnell weiterentwickeln. Ein ähnlicher Prozess wurde bereits beim „Rebalancing“ beobachtet. Vor allem liegt das auch den zahlreichen Vorteilen. Einerseits handelt es sich um eine automatische Verwaltung des Vermögens, andererseits müssen die Anleger geringere Kosten in Kauf nehmen.

Heute liegen die Gebühren zwischen 1,0 und 1,5 Prozent. Entscheidet man sich für die vollautomatisierten Geldverwalter, so sind gerade einmal Kosten von 0,4 Prozent zu tragen.

Das heißt, dass auch die Banken reagieren müssen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Schlussendlich geht es am Ende immer um die Reduktion der Kosten – hier haben die vollautomatisierten Geldverwalter die Nase vorne.

Die Revolution ist nicht mehr aufzuhalten

Fakt ist, dass Robo-Advice die breite Masse ansprechen wird. Vor allem dann, wenn die ersten Anbieter massives Marketing betreiben und zudem noch Millionen in Werbemaßnahmen stecken, könnte eine nicht abzuschätzende Dynamik in den Markt kommen.

Auch Branchenkenner sind überzeugt, dass es nur noch ein bis zwei Jahre dauern wird, bis die vollautomatisierten Geldverwalter in den Mittelpunkt rücken.

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