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ETF-Sparplan – die kostengünstige Art in Fonds zu sparen

ETF-Sparplan
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Für immer mehr Verbraucher ist es wichtig, neben der gesetzlichen Rente zusätzlich fürs Alter vorzusorgen. Davon ausgehend, dass später im Rentenalter maximal etwa 65 Prozent der vorherigen Bezüge zur Verfügung stehen, ist es ebenfalls aus Sicht der Experten dringend notwendig, privat vorzusorgen.

Grundsätzlich bieten Banken und andere Finanzdienstleister verschiedene Produkte an, die insbesondere zum regelmäßigen und dauerhaften Sparen geeignet sind. Dazu gehören beispielsweise Banksparpläne, Kapitallebensversicherungen, klassische Fondssparpläne und seit geraumer Zeit auch sogenannte ETF-Sparpläne.

Wir möchten uns in diesem Beitrag mit diesen speziellen Fondssparplänen beschäftigen, die auf sogenannten Exchange Traded Funds basieren.

ETF-Sparplan – Was sind ETFs eigentlich?

Bei ETFs handelt es sich um sogenannte Exchange Traded Funds. Das sind spezielle Fonds, die im Gegensatz zu klassischen Investmentfonds an der Börse gehandelt werden. Charakteristisch für die ETFs ist zudem, dass sie einen bestimmten Index möglichst 1:1 nachbilden.

Somit erzielen ETFs auf einen speziellen Gesamtmarkt ab, wie zum Beispiel den DAX-Index, also auf sämtliche im DAX enthaltene Aktien. Die Anteile der ETFs werden an der Börse gehandelt, sodass eine transparente Preisfindung stattfindet.

Wer sich also für ETFs entscheidet, der entscheidet sich gleichzeitig dafür, indirekt in ein Paket von Aktien zu investieren, die in einem bestimmten Index vertreten sind.

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Worin unterscheiden sich ETFs von klassischen Investmentfonds?

Da es eine Vielzahl von klassischen Fonds und demzufolge auch eine große Auswahl an klassischen Fondssparplänen gibt, stellt sich für Sparer und Anleger natürlich die Frage, was ETFs von klassischen Fonds entscheidet und worin womöglich die Vorteile der Indexfonds, wie ETFs ebenfalls bezeichnet werden, liegen.

Einen gravierenden Unterschied haben wir zuvor bereits genannt, nämlich dass klassische Investmentfonds nicht an der Börse gehandelt werden, sondern die Fondsgesellschaft selbst täglich den Preis festlegt. Exchange Traded Funds hingegen sind zum Börsenhandel zugelassen und können somit jederzeit an der Börse gekauft und verkauft werden.

Ein weiterer gravierender Unterschied besteht darin, dass klassische Investmentfonds normalerweise aktiv gemanagt werden. Das bedeutet, der Fondsmanager hat die Aufgabe, eine Selektion der Wertpapiere vorzunehmen, die letztendlich im Portfolio des Fonds enthalten sein sollen.

ETF-Sparplan

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Bei ETFs, die auch als Indexfonds oder Passivfonds bezeichnet werden, besteht die Aufgabe des Fondsmanagers hingegen lediglich darin, mit den zur Verfügung stehenden Finanzprodukten einen bestimmten Index abzubilden.

Handelt es sich beispielsweise um einen ETF-Fonds mit Basis DAX, muss der Fondsmanager nur dafür sorgen, dass sämtliche im DAX vertretenen Aktien in der gleichen Gewichtung auch im Portfolio des Fonds enthalten sind.

Die Aktien können entweder gekauft werden oder mittels sogenannter Swaps bzw. anderer Termingeschäfte nachgebildet werden, was deren Wert und Gewichtung angeht.

Gebühren bei ETFs

Ein weiterer Unterschied zwischen ETFs und klassischen Fonds, der gleichzeitig ein großer Vorteil der ETFs ist, sind die unterschiedlichen Gebühren für den Sparer. Bei aktiv gemanagten Fonds ist eine Gesamtkostenquote von über zwei Prozent im Jahr keine Seltenheit.

Demgegenüber kosten ETFs in aller Regel nur zwischen 0,3 und 0,6 Prozent an Gebühren im Jahr. Erstaunlicherweise ist aber nicht nur die Gesamtrendite der ETFs im Vergleich zu klassischen Fonds in aller Regel besser, sondern ebenfalls die reine Performance.

Dies ist deshalb verwunderlich, weil es eigentlich gerade der Vorteil aktiv gemanagter Fonds sein sollte, dass durch die Erfahrungen und Expertisen des Fondsmanagers eine gezielte Auswahl getroffen wird.

Diese sollte eigentlich letztendlich dazu führen, dass der jeweilige Fonds besser als der Marktdurchschnitt abschneidet. In den meisten Fällen ist jedoch genau das Gegenteil der Fall, nämlich dass die den Markt 1:1 abbildenden ETFs besser performen als aktiv gemanagte Fonds.

In der Übersicht sind es demzufolge insbesondere die folgenden Vorteile, durch die sich ETFs und somit übrigens auch ETF-Sparpläne gegenüber klassischen Fonds bzw. klassischen Fondssparplänen auszeichnen können:

  • hohe Transparenz bei der Preisfindung
  • an der Börse handelbar
  • kostengünstig
  • oftmals bessere Performance als klassische Fonds
  • mittlerweile große Auswahl am Markt

Wie funktioniert ein ETF-Sparplan?

Kommen wir nun von den ETFs im Allgemeinen zu den speziellen ETF-Sparplänen. Noch bis vor rund drei Jahren gab es in diesem Bereich nur eine sehr geringe Auswahl und kaum Banken bzw. Online-Broker, die solche Sparpläne zur Verfügung stellten.

Dieses Bild hat sich mittlerweile deutlich gewandelt, denn inzwischen existieren insbesondere zahlreiche Direktbanken und Online-Broker, die ihren Kunden verschiedene ETF-Sparpläne anbieten.

Vom Grundprinzip her funktioniert ein solcher ETF-Sparplan genauso wie ein klassischer Fondssparplan. Dies bedeutet, dass sich der Sparer in aller Regel für einen festen Betrag entscheidet, der monatlich in spezielle ETFs fließen soll.

Damit profitieren die Sparer vom sogenannten Cost-Average-Effekt, da Sie bei geringeren Preisen mehr Anteile kaufen, während bei relativ hohen Preisen weniger Anteile erworben werden.

Der Kunde muss sich beim ETF-Sparplan im Grunde nur für drei Merkmale entscheiden, nämlich:

  • zugrunde liegender Index, beispielsweise DAX
  • Sparbeitrag
  • Ausführungsrhythmus (monatlich, vierteljährlich etc.)

Wer zudem einen bestimmten ETF-Emittenten favorisiert, beispielsweise Comstage, der kann natürlich auch diese Auswahl gezielt treffen. Grundsätzlich ist es bei der Auswahl des ETF-Sparplans ebenfalls wichtig, ob der Sparer spezielle Branchen, Länder, Regionen oder Aktien von bestimmten Unternehmen favorisiert.

Besonders beliebt sind beispielsweise ETFs, die den MSCI World Index nachbilden. Auf diese Weise wird eine besonders breite Streuung erreicht, denn über den entsprechenden ETF wird dann durch den MSCI World Index in mehrere Hundert Aktien gleichzeitig indirekt investiert.

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Wer bietet aktuell ETF-Sparpläne an?

Wie bereits kurz erwähnt, gibt es mittlerweile zahlreiche Banken und Online-Broker, die ETF-Sparpläne zur Verfügung stellen. Eine kleine Auswahl dieser Anbieter möchten wir gerne nennen, nämlich:

  • Postbank
  • Flatex
  • Consorsbank
  • sBroker
  • Onvista Bank
  • DKB
  • ING DiBa
  • netbank

Dies ist nur eine kleine Auswahl von Finanzdienstleistern, die inzwischen verschiedene ETF-Sparpläne im Angebot haben. Die Mindestsparrate beträgt meistens zwischen 25 und 50 Euro pro Monat, sodass diese Form des Sparens auch für Kleinanleger und Sparer mit wenig finanziellen Möglichkeiten bestens geeignet ist.




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Für wen ist ein ETF-Sparplan geeignet?

Eine ganz wichtige Frage besteht darin, für wen ETF-Sparpläne besonders geeignet sind. Aufgrund der Tatsache, dass auch ETF-Fonds in Form eines Sondervermögens verwahrt werden, besteht zunächst einmal kein Emittentenrisiko.

Dies gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es sich um physisch replizierte ETFs handelt. Das bedeutet, dass der jeweilige Emittent tatsächlich die im Index vorkommenden Aktien im Depot hat und diese nicht nur über Swaps abbildet.

Daher ist es unserer Meinung nach empfehlenswert, sich gezielt für physisch hinterlegte ETFs zu entscheiden.

Geeignet sind ETF-Sparpläne insbesondere für kostenbewusste Sparer, die langfristig mit einem Anlagehorizont von mindestens acht bis zehn Jahren regelmäßig sparen möchten. Natürlich sind ETF-Sparpläne ebenfalls bestens zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge geeignet.

Flexibel sind die Sparpläne ohnehin, denn die einmal gewählten ETFs können Sie natürlich jederzeit umschichten und in andere Indexfonds eintauschen. Da ETFs oft mit einer guten Rendite ausgestattet sind, zumindest beim langfristigen Sparen, empfehlen sich ETF-Sparpläne also für ertragsorientierte Sparer, die eine gute Mischung aus Sicherheit und Rendite haben möchten.

 

 

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2 Kommentare zu "ETF-Sparplan – die kostengünstige Art in Fonds zu sparen"

  1. Sehr gut recherchiert und toll geschrieben. Wenn Du in den MSCI ACWI investierst, sind nicht nur die großen Industrienationen abgedeckt sondern zusätzlich auch noch die Schwellenländer. LG Henning

  2. Nach aktuellen Infos werden die meisten Comstage ETF Sparpläne wohl nur noch bis ende des Jahres bestehen bleiben.
    Schade ich fand dies gerade für Kleinanleger und Einsteiger ein tolles Angebot.
    Aber ich denke auch mit Gebühren werde ich weiterhin in ETFs Sparen und Investieren.

    Ggf. lohnt sich nach der Gebührenverordnung mal eine Gesamtkalkulation ob der monatliche Invest mit kleiner Summe gegenüber z.B. einem Quartalsinvest mit einer größeren Summe mehr sinn macht.

    Gruß Steven

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