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Aktien? Immobilien? Oder beides?

Aktien
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Fragen Sie sich auch manchmal, ob Sie lieber in Aktien oder Immobilien investieren sollten? Oder doch in beides? Hier finden Sie eine Lösung, wie Sie beides tun können. Dazu aber später mehr. Schauen wir uns doch erstmal die Vor- und Nachteile dieser beiden Vermögensklassen an.

Aktien

Aktien sind Wertpapiere, die den Anteil an einer Unternehmung, einer Aktiengesellschaft, einer Kommanditgesellschaft auf Aktien, oder einer europäischen Gesellschaft verbriefen.

Es gibt Aktien die an der Börse gehandelt werden und solche die nicht an der Börse notieren. Uns interessieren erstmal nur die börsennotieren, weil Sie diese ohne Bedenken handeln können.

Aktien Vorteile

  • Börsennotierte Aktien sind sehr liquide, d.h. sie sind sehr schnell in Cash zu wandeln.
  • Der Wert einer Aktie wird in der Regel mehrmals am Tag festgestellt.
  • Aktien sind Sondervermögen und sind somit besonders geschützt.
  • Es können attraktive Rendite erwirtschaftet werden (7-12 % sind keine Seltenheit).
  • Aktien gelten als Sicherheit bei der Bank.
  • In der Regel gibt es eine Ausschüttung, die jährlich stattfindet (Dividende).
  • Es gibt viele Aktien die börsennotiert sind und somit ist eine große Auswahl möglich.

Aktien Nachteile

  • Aktien können sehr stark schwanken und variieren damit täglich in ihren Wert.
  • Gesellschafterbeschlüsse können nur getätigt werden, wenn eine Mehrheit vorhanden ist. Das ist nicht gerade sehr flexibel.
  • Die Unternehmensgewinne werden in der Regel nur in Teilen ausgeschüttet, weil der restliche Gewinn reinvestiert wird um weiterhin Gewinne zu erzielen.
  • Ein Crash an der Börse kann Ihr Kapital theoretisch komplett vernichten (Wertverluste von 50 % in schwierigen Marktphasen sind gängig).
  • Sie bekommen keine vorher festgelegte Rendite wie bei einem Tagesgeldkonto oder einer Anleihe.
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Immobilien

Das Wort Immobilie kommt aus dem Lateinischen, im – mobiles, und bedeutet unbeweglich. In der Rechts- und Wirtschaftssprache wird die Immobilie, ein unbewegliches Sachgut genannt und ist ein Grundstück, grundstückgleiches Recht oder ein Bauwerk.

Es gibt viele unterschiedliche Immobilien von Wohnimmobilien, Gewerbeimmobilie bis hin zur Sonderimmobilie. Hier meinen wir im Folgenden nur die Wohnimmobilie

Immobilien Vorteile

  • Immobilien können lukrative Renditen erzielen.
  • Mit Immobilien können Sie Steuern sparen, weil der Gebäudewert abgeschrieben werden kann (AfA).
  • Immobilien bieten Sicherheit bspw. bei Bankdarlehen oder aber auch vor Inflation.
  • Sie können eine vermietete Immobilie auch selbst nutzen.
  • Immobilien können durch die Bank fremdfinanziert werden und dienen als Sicherheit.
  • Sie können aktiv Einfluss nehmen auf den Wert Ihrer Immobilie (beispielsweise durch Entwicklung), wenn Sie die gesamte Liegenschaft erwerben.
  • Bei Vermietung entschuldet der Mieter Ihr Darlehen und Sie haben am Ende eine entschuldete Immobilie.

Immobilie Nachteile

  • Wie das Wort schon sagt, ist eine Immobilie unbeweglich und somit auch immer der laufenden Rechtslage unterworfen.
  • Damit sind Sie abhängig von der Politik in der Gemeinde, weil eine Gemeinde die Grundsteuer beziehungsweise die Höhe der Grundsteuer beeinflussen kann. Ebenso bei Arbeiten an der Kanalisation können Sie beteiligt werden.
  • Es kann durchaus zu einem Mietausfall kommen, der Sie empfindlich finanziell treffen kann (ist mir selbst schon passiert).
  • Es gibt sie tatsächlich, die Mietnomaden (in der Vermietungsphase sollten Sie hier besonders aufmerksam sein) aber auch hier gegen gibt es einfache Mittel um sich zu schützen wie beispielsweise die Anfrage beim Vorvermieter.
  • Das Zinsänderungsrisiko: Wenn Ihre Immobilie finanziert ist, kann es sein das sich nach der Zinsbindung der Zins zu Ihren Ungunsten verändert hat!

Renditeunterschiede

Immobilien und Aktien haben unterschiedlich Renditeerwartungen. Aktien sollten sich trotz der Schwankungen zwischen 7%-12% per anno entwickeln (sehr, sehr langfristig). Immobilien sind da nicht so dynamisch unterwegs. Zwischen 1% bis 7% sind realistisch (es kommt halt immer auf die Art der Investition drauf an).

Aber nicht nur der Unterschied der Rendite ist entscheidend, sondern auch der absolute Betrag.

7% auf 10.000€ bei Aktien sind halt absolut weniger als 1% auf 150.000 Euro bei einer Immobilie.

Lösung

Eigentlich ist es ganz einfach. Wir machen es uns bloß so kompliziert. Schon alleine aus Gründen Ihrer  Vermögensarchitektur oder Ihrer Risikostreuung ist es sinnvoll in beide Vermögensklassen zu investieren. Hierfür gibt es in Kombination zwei Möglichkeiten denn nicht jeder hat die Möglichkeit sich beides leisten zu können.

Tipp #1

In der Regel müssen Sie bei einem Immobilienerwerb auch Eigenkapital einbringen. Meistens die Nebenkosten und oder 10 bis 20% des Kaufpreises. Wenn Sie mit Ihrer Bank verhandeln, können Sie meistens das Eigenkapital und die Nebenkosten finanzieren, wenn der Differenzbetrag in einem Depot an die Bank abgetreten wird. Vorteil, wenn der Betrag getilgt ist, können Sie das Depot erneut abtreten für die nächste Investition.

Diese Methode nutzen viele der Immobilien-Profis.

Tipp #2

Bei einem Immobilienkauf inklusive Finanzierung müssen Sie meistens eine Tilgung leisten. Diese Tilgung können Sie aber auch in Aktien auf einem Depot investieren. Auch hier ist eine Abtretung an die Bank erforderlich. Das Depot stellt eine zusätzliche Sicherheit zur Immobilie dar.

Diese Art der Finanzierung nennt sich Endfällig, weil erst am Ende der Laufzeit die Immobilie getilgt wird. Weil Aktienrenditen sehr schwankungsintensiv sein können, benötigen Sie aber einen extrem langen Anlagehorizont.

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Der Autor

Henning Grothkop, der Autor, schreibt über Aktien, Bildung und Immobilien im 110% Club. Er ist selbst Honorarberater und setzt die beschriebenen Konzepte selbst für sich um.

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